spendenübergabe neue Steine (1 von 1)

Neue Steine aus alten Büchern

Spendenübergabe St.Peter (1 von 1)„Wir machen aus alten Büchern neue Steine“, sagen die Seniorinnen aus der Kirchengemeinde St. Peter Ording gemeinsam mit Diakonin Andrea Streubier (nicht auf dem Bild). An sechs Donnerstagen haben sie in der Fußgängerzone alte Bücher verkauft und um eine Spende für die Aktion „Eiderstedter Schutzengel“ gebeten.

Jetzt war Übergabe. Insgesamt 1500 Euro konnten Gertrud Jöns, Kerstin Janek Erika Prenzel und Christa Streubier an Pastor Michael Goltz überreichen, der ganz begeistert von dem Einsatz der Seniorinnen ist und sich bereits auf ihre nächste Aktion freut.

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Filmbeitrag: Schutzengel in Aktion

Schleswig Holstein Magazin vom 5.Juli 2018

Benefizkonzert für die Eiderstedter Schutzengel. Die Big Band der Bundeswehr erspielt 10.000 Euro für die Sanierung der Eiderstedter Kirchen.

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Rettungsaktion für die Oldensworter Kirche

Der Chorraum der Oldensworter Kirche droht einzustürzen. Ein Stahlgerüst soll helfen, auch die einzigartigen Deckenmalereien zu schützen

Husumer Nachrichten – 22.1.2017

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Schon mit ihrem Äußeren beeindruckt die mächtige St.-Pankratius-Kirche in Oldenswort den Betrachter. Kein Wunder, dass sie auch den inoffiziellen Titel Dom trägt. Doch das Gebäude aus dem frühen 15. Jahrhundert zeigt seit einiger Zeit dramatische Schwächen. So droht der Chorraum einzustürzen. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Erkennbare Absenkungen des Deckengewölbes sowie zunehmend größerer Risse darin und auch im Fußboden des Anbaus von 1465 führten bereits vor Monaten zu einer Sperrung dieses Teils des Gotteshauses. „Die Ursache hierfür kann ein nicht ausreichend tragfähiger Baugrund sein – möglicherweise wurde dem Kleiboden Wasser entzogen“, erklärt Thomas Jakobi vom evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Nordfriesland. Der Bautechniker begleitet die jetzt begonnenen Sicherungsarbeiten, um ein Einstürzen des Chorraums mit seinen nicht nur für Eiderstedt einzigartigen Kalkmalereien zu verhindern. So soll dort ein Raumgerüst mit diagonalen Stahlstreben eingebaut werden. Ein Statiker und ein Bodengutachter sollen im nächsten Schritt entscheiden, wie das drohende Unheil abgewendet werden kann. Neben Arbeiten am Fundament seien auch große Klammern auf dem Gewölbe denkbar, so Jakobi.

Gegenwärtig sind Zimmerleute zusammen mit dem Kieler Restaurator Markus Freitag damit beschäftigt, den Chorraum für die Sicherungsmaßnahmen vorzubereiten. So muss beispielsweise der Altar geschützt werden, der 1592 in der Werkstatt des bekannten Tönninger Malers Marten van Achten geschaffen wurde. Zur Sicherung wurde der Aufsatz des Altars (Retabel) an beiden Seiten mit Gurten an beweglichen Gerüsten aufgehängt und mit diesen zum Kirchenschiff gerollt. Dort soll er auf einem Tisch, der noch angefertigt werden muss, aufgestellt werden, sodass er weiterhin für Gottesdienste zur Verfügung steht, erläutert Pastorin Inke Thomsen-Krüger.

Zur Sicherheit der Besucher und zum Schutz des übrigen Kircheninventars soll am Übergang zum gefährdeten Teil des Gebäudes, dem Chorbogen, eine Staubschutzwand eingebaut werden. Zur Vorbereitung dieser Maßnahme wurde das an dieser Stelle angebrachte Triumphkreuz von 1491 mit einer Kettenwinde zur Seite verschoben. In die hölzerne Trennwand wird eine Tür eingelassen, durch die die Arbeitskräfte in den Chorraum gelangen können.

„Die erkennbaren Schäden haben sich besonders im vergangenen Jahr noch verschlimmert“, erklärt die Pastorin. Bereits vor dem Beginn ihrer Tätigkeit in Oldenswort, vor sechs Jahren, sei vergeblich versucht worden, das Mauerwerk des Chorraums zu stabilisieren. Dank der finanziellen Unterstützung des Bundes zum Erhalt der Eiderstedter Kirchen als Bestandteil einer einmaligen Kulturlandschaft kann nun ein neuer Versuch gestartet werden. Das Gesamtvolumen beträgt für die 16 Gotteshäuser insgesamt 18,7 Millionen Euro. Davon muss der Kirchenkreis Nordfriesland die Hälfte aufbringen. Ferner hat jede Gemeinde ihren Beitrag zu leisten. Zusätzlich werden auch Spenden eingeworben. Wegen der Dringlichkeit sei mit den Arbeiten an der St.-Pankratius-Kirche schon vor dem offiziellen Start der Eiderstedter Kirchensanierung begonnen worden, so Pastorin Thomsen-Krüger.
SH-Magazin-20-06-16

Filmbeitrag: Eiderstedter Kirchen sollen saniert werden

Schleswig-Holstein Magazin – 19.06.2016

SH-Magazin-20-06-16

Steine fallen aus dem Mauerwerk, Dächer sind undicht: Von den 18 Kirchen in Eiderstedt sind fast alle baufällig. Jetzt sollen sie endlich saniert werden – eine Mammutaufgabe.

Landschaft | Eiderstedter Schutzengel

Kirchensanierung: 9,35 Millionen Euro Zuschuss vom Bund

EIDERSTEDT/BREKLUM. „Ich freue mich über die großartige Unterstützung des Bundes und bin den Verantwortlichen sehr dankbar“, so die Reaktion von Propst Jürgen Jessen-Thiesen auf die Nachricht aus dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Dessen Mitglieder hatten am Donnerstag beschlossen, mit 9,35 Millionen Euro die Sanierung der zum großen Teil über 900 Jahre alten Gotteshäuser zu fördern.

Die Eiderstedter Kirchenlandschaft - direkt am Weltnaturerbe Wattenmeer gelegen - ist bundesweit einzigartig

Die Eiderstedter Kirchenlandschaft – direkt am Weltnaturerbe Wattenmeer gelegen – ist einzigartig

Einzigartig in Norddeutschland zeugten die achtzehn Kirchen auf Eiderstedt vom gesellschaftlichen, kulturellen und christlichen Erbe der Landschaft. Jede einzelne der Eiderstedter Kirchen sei für viele Menschen nicht wegzudenken aus ihren lokalen und inhaltlichen Lebensbezügen, betont der Propst. „Jede dieser Kirchen erzählt Lebens- und Glaubensgeschichten. Und wie seit hunderten von Jahren bieten sie auch heute noch Zuflucht, Schutz und Vergewisserung bei Gefahr, vor der Unruhe des Alltags oder in besonderen Lebenssituationen.“

Allerdings käme jetzt ein großes Stück Arbeit auf die dortigen Kirchengemeinden und den Kirchenkreis zu, gab der Propst zu bedenken. Die Berliner Mittel deckten nur die Hälfte der Kosten für die notwendigen Maßnahmen.

Für einen den Beschluss des Haushaltsausschusses hatten sich unter anderem die Bundestagsabgeordneten Matthias Ilgen, und Johannes Kahrs sowie das ehemalige Mitglied des Bundestages Jürgen Koppelin eingesetzt. Gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Landeskonservator Dr. Michael Paarmann, dem Architekten des Kirchenkreises Pieter Martijn Dubbeldam und Propst Jessen-Thiesen hatten sie Ende August die Region an der Westküste bereist und sich ein Bild von den Kirchen gemacht.

Laut Dubbeldam sind besonders Baumaßnahmen im Blick auf die Statik einiger Kirchen notwendig. Hinzu kommen Feuchtigkeitsschäden in den Mauerwerken sowie Schäden vor allem bei den Schieferdächern und Fenstern. Der Kirchenkreisarchitekt freut sich nicht nur aus fachlichen Gründen über die Unterstützung aus Berlin. Auch für ihn sei es wichtig, die Eiderstedter Kirchen als Zeugen von Kultur und Glauben lebendig zu erhalten.


allein 3,7 Mio Euro kostet die Sanierung der einsturzgefährdeten Kirche in Kotzenbüll

Historische Kirchen auf Eiderstedt sollen saniert werden

Von Schädlingen bis Feuchtigkeit – viele Gotteshäuser auf der Halbinsel Eiderstedt brauchen eine Schönheitskur. Dafür werden Sponsoren gesucht.

allein 3,7 Mio Euro kostet die Sanierung der einsturzgefährdeten Kirche in Kotzenbüll

allein 3,7 Mio Euro kostet die Sanierung der einsturzgefährdeten Kirche in Kotzenbüll

Breklum. Auf der Nordsee-Halbinsel Eiderstedt (Kreis Nordfriesland) gibt es so viele historische Dorfkirchen auf engem Raum wie sonst nirgendwo in Deutschland – und sie brauchen Finanzhilfe. Viele der 18 Gotteshäuser müssen dringend saniert werden. Der evangelische Kirchenkreis Nordfriesland gehe von 18,7 Millionen Euro aus, um die zum Teil über 900 Jahre alten Kirchen zu sanieren, sagte Gesamtkoordinator Pastor Ralf Pehmöller dem epd. Gesucht werden jetzt Sponsoren und Spender. Der Sanierungszeitraum liegt bei acht Jahren.

Die Hälfte der Summe ist bereits gesichert. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte im vergangenen November beschlossen, die Sanierungen mit 9,35 Millionen Euro zu unterstützen. Weitere 7,5 Millionen Euro sollen vom Kirchenkreis über ein Darlehen finanziert werden, wenn die Kirchenkreissynode am 18. Juni zustimmt. Rund 305.000 Euro müssen die Kirchengemeinden aus eigener Tasche zahlen. Die übrigen 1,5 Millionen Euro sollen über Sponsoren und Spenden eingeworben werden.

Auch historische Orgel muss saniert werden

Weil die Sanierung im Jahr 2024 beendet sein soll, seien das pro Jahr 200.000 Euro Sponsorengelder und Spenden, sagte Pehmöller. Nach Angaben des Architekten des Kirchenkreises Nordfriesland, Pieter Martijn Dubbeldam, sind besonders Baumaßnahmen mit Blick auf die Statik einiger Kirchen notwendig. Hinzu kommen Feuchtigkeitsschäden in den Mauerwerken sowie Schäden bei den Schieferdächern und Fenstern. Fugen müssten nachgearbeitet werden, der Befall mit Schädlingen ist ebenfalls ein Problem.

Pehmöller verwies auf ein Sanierungsbeispiel: 3,7 Millionen Euro werden demnach für die einsturzgefährdete Kirche in Kotzenbüll fällig. Darin enthalten ist auch die Restaurierung der historischen Färberorgel. Sie hat noch Originalpfeifen aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirchen auf Eiderstedt sind Zeugen des einstigen Wohlstands der Halbinsel und zählen heute zu den Touristenattraktionen im Norden. Die Halbinsel Eiderstedt ist etwa 30 Kilometer lang und 15 Kilometer breit. (epd)